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Softwarefehler führt zu großen Verlusten im The Star Casino Sydney

Ein schwerwiegender Softwarefehler hat das The Star Casino in Sydney, Australien, fast 1,9 Millionen Euro gekostet. Über einen Zeitraum von 13 Tagen nutzten 43 Casino-Gäste einen Defekt an den Geldautomaten, um sich unrechtmäßig hohe Summen auszahlen zu lassen. Das Casino hat inzwischen Strafanzeige gegen die beteiligten Personen erstattet.

Ungewollte Millionenauszahlungen durch Systemfehler

Der Fehler trat an den sogenannten Tico-Geldautomaten auf, an denen Casino-Besucher ihre Gewinne in bar abheben können. Durch einen Fehler im System, verursacht durch ein kürzlich erfolgtes Software-Update, war es möglich, dass der Automat nach der Auszahlung eines Gewinns eine der beiden eingescannten Quittungen zurückgab. Diese Quittung konnte erneut für eine unrechtmäßige Auszahlung genutzt werden. Innerhalb von weniger als zwei Wochen häuften sich so unbemerkte Abhebungen, die insgesamt nahezu 1,9 Millionen Euro betrugen.

Reaktionen und Konsequenzen

Die Betreiber des Casinos bemerkten die Unregelmäßigkeiten erst nach sechs Wochen und reagierten sofort mit einer Strafanzeige. Eine der betroffenen Personen, die bereits in der Vergangenheit durch Betrugsdelikte aufgefallen war, ist bereits inhaftiert worden. Der Fall hat auch rechtliche Nachspiele für die anderen beteiligten Personen zur Folge, die sich vor Gericht verantworten müssen. Natalija Nikolic, eine Rechtsanwältin einer der Angeklagten, kritisierte das Casino scharf für seine Sicherheitsmängel und beschrieb das System als „Honeypot für Geldwäscher“.

Die Affäre wirft Fragen auf, insbesondere wie es möglich war, dass die fehlerhaften Transaktionen über einen so langen Zeitraum unbemerkt blieben. Dieser Vorfall verdeutlicht die Notwendigkeit für Glücksspieleinrichtungen, ihre Systeme regelmäßig auf Sicherheitslücken zu überprüfen und schnell auf Anomalien zu reagieren, um ähnliche Probleme in Zukunft zu vermeiden.

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